{"id":617,"date":"2016-06-15T10:46:00","date_gmt":"2016-06-15T08:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anskar.de\/?post_type=project&#038;p=617"},"modified":"2016-12-09T16:29:43","modified_gmt":"2016-12-09T15:29:43","slug":"heilung","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/www.anskar.de\/marburg\/project\/heilung\/","title":{"rendered":"Heilung"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section admin_label=&#8220;Sektion&#8220; fullwidth=&#8220;on&#8220; specialty=&#8220;off&#8220; transparent_background=&#8220;off&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; inner_shadow=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;on&#8220; parallax_method=&#8220;off&#8220; padding_mobile=&#8220;off&#8220; make_fullwidth=&#8220;off&#8220; use_custom_width=&#8220;off&#8220; width_unit=&#8220;on&#8220; make_equal=&#8220;off&#8220; use_custom_gutter=&#8220;off&#8220;][et_pb_fullwidth_slider admin_label=&#8220;Vollbreiter Slider&#8220; show_arrows=&#8220;on&#8220; show_pagination=&#8220;on&#8220; auto=&#8220;off&#8220; auto_ignore_hover=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;on&#8220; parallax_method=&#8220;off&#8220; remove_inner_shadow=&#8220;off&#8220; background_position=&#8220;default&#8220; background_size=&#8220;default&#8220; hide_content_on_mobile=&#8220;off&#8220; hide_cta_on_mobile=&#8220;off&#8220; show_image_video_mobile=&#8220;off&#8220; custom_button=&#8220;off&#8220; button_letter_spacing=&#8220;0&#8243; button_use_icon=&#8220;default&#8220; button_icon_placement=&#8220;right&#8220; button_on_hover=&#8220;on&#8220; button_letter_spacing_hover=&#8220;0&#8243; header_font_size=&#8220;58&#8243; header_font_size_last_edited=&#8220;on|&#8220;] [et_pb_slide heading=&#8220;Medien | Heilung&#8220; background_image=&#8220;https:\/\/www.anskar.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Heilung-v2-_02.jpg&#8220; background_position=&#8220;bottom_center&#8220; background_size=&#8220;cover&#8220; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; use_bg_overlay=&#8220;off&#8220; use_text_overlay=&#8220;off&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; allow_player_pause=&#8220;off&#8220; text_border_radius=&#8220;3&#8243; header_font_select=&#8220;default&#8220; header_font=&#8220;||||&#8220; body_font_select=&#8220;default&#8220; body_font=&#8220;||||&#8220; custom_button=&#8220;off&#8220; button_font_select=&#8220;default&#8220; button_font=&#8220;||||&#8220; button_use_icon=&#8220;default&#8220; button_icon_placement=&#8220;right&#8220; button_on_hover=&#8220;on&#8220; header_font_size=&#8220;57&#8243; header_font_size_tablet=&#8220;42&#8243; header_font_size_phone=&#8220;43&#8243; header_font_size_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220;] [\/et_pb_slide] [\/et_pb_fullwidth_slider][\/et_pb_section][et_pb_section admin_label=&#8220;Sektion&#8220; fullwidth=&#8220;off&#8220; specialty=&#8220;off&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;Zeile&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;center&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Geistliche Krankenheilung in der neutestamentlichen Kirche<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\">Heike Bodecker<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Jesus Christus setzt Gott sich durch und offenbart seinen vollkommenen Willen. Das Neue Testament bezeugt zugleich die Vollmacht im Dienst Jesu: Er heilte alle, die zu ihm kamen oder gebracht wurden. Diese Vollmacht gab er an seine J\u00fcnger weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\">\n<li><strong> Auftrag und Vollmacht der J\u00fcngergemeinde<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Evangelien nach Matth\u00e4us, Markus und Lukas berichten: \u00a0Jesus hat seiner J\u00fcngergemeinde den Auftrag erteilt und die Autorit\u00e4t verliehen, das Reich Gottes zu verk\u00fcndigen und alle Krankheiten zu heilen. Die folgenden Bibelstellen belegen dies.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Matth\u00e4us 10,1: Jesus gibt den zw\u00f6lf J\u00fcngern die Vollmacht, D\u00e4monen auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>1 Und er rief seine zw\u00f6lf J\u00fcnger zu sich und gab ihnen Macht \u00fcber die unreinen Geister, dass sie die austrieben und heilten alle Krankheiten und alle Gebrechen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Matth\u00e4us\u00a0 10,8: Jesus gibt den Auftrag zu predigen, Kranke zu heilen, Tote aufzuerwecken, Auss\u00e4tzige rein zu machen und b\u00f6se Geister auszutreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>8 Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Auss\u00e4tzige rein, treibt b\u00f6se Geister aus. Umsonst habt ihr&#8217;s empfangen, umsonst gebt es auch.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Markus 6,7-13: Auch hier geht es um die Vollmacht, D\u00e4monen auszutreiben. Das Resultat: Viele D\u00e4monenaustreibungen und viele Krankenheilungen geschehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>7 Und er rief die Zw\u00f6lf zu sich und fing an, sie auszusenden je zwei und zwei, und gab ihnen Macht \u00fcber die unreinen Geister <\/em><em>8<\/em><em>\u00a0und gebot ihnen, nichts mitzunehmen auf den Weg als allein einen Stab, kein Brot, keine Tasche, kein Geld im G\u00fcrtel, <\/em><em>9<\/em><em>\u00a0wohl aber Schuhe, und nicht zwei Hemden anzuziehen. <\/em><em>10<\/em><em>\u00a0Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus gehen werdet, da bleibt, bis ihr von dort weiterzieht. <\/em><em>11<\/em><em>\u00a0Und wo man euch nicht aufnimmt und nicht h\u00f6rt, da geht hinaus und sch\u00fcttelt den Staub von euren F\u00fc\u00dfen zum Zeugnis gegen sie. <\/em><em>12<\/em><em>\u00a0Und sie zogen aus und predigten, man solle Bu\u00dfe tun, <\/em><em>13<\/em><em>\u00a0und trieben viele b\u00f6se Geister aus und salbten viele Kranke mit \u00d6l und machten sie gesund.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Lukas 9,1-4.6: \u00a0Hier wird berichtet, dass Jesus die Vollmacht gab, alle D\u00e4monen auszutreiben und Krankheiten zu heilen. Das Resultat: Die J\u00fcnger predigten und \u00fcberall geschahen Heilungen-<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>1 Er rief aber die Zw\u00f6lf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht \u00fcber alle b\u00f6sen Geister und dass sie Krankheiten heilen konnten <\/em><em>2<\/em><em>\u00a0und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und die Kranken zu heilen. <\/em><em>3<\/em><em>\u00a0Und er sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit auf den Weg nehmen, weder Stab noch Tasche noch Brot noch Geld; es soll auch einer nicht zwei Hemden haben. <\/em><em>4<\/em><em>\u00a0Und wenn ihr in ein Haus geht, dann bleibt dort, bis ihr weiterzieht. <\/em><em>6<\/em><em>\u00a0Und sie gingen hinaus und zogen von Dorf zu Dorf, predigten das Evangelium und machten gesund an allen Orten. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Lukas 10,1.17: \u00a0Auch bei der Aussendung der zweiundsiebzig J\u00fcnger ist das Resultat, dass die b\u00f6sen Geister ihnen gehorsam sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>1 Danach setzte der Herr weitere zweiundsiebzig J\u00fcnger ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle St\u00e4dte und Orte, wohin er gehen wollte \u2026 <\/em><em>17<\/em><em>\u00a0Die Zweiundsiebzig aber kamen zur\u00fcck voll Freude und sprachen: Herr, auch die b\u00f6sen Geister sind uns untertan in deinem Namen<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Lukas 10,19: Hier wird den J\u00fcngern die Macht \u00fcber alle Gewalt des Feindes zugesprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>19 Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht \u00fcber alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Johannes 14,12: Jesus verhei\u00dft den J\u00fcngern einen Umfang des Dienstes, der gr\u00f6\u00dfer ist, als bei ihm selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch gr\u00f6\u00dfere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Markus 16,15-18.20: Jesus gibt einen Auftrag und eine Verhei\u00dfung und best\u00e4tigt das Wort der J\u00fcnger durch die Zeichen, die geschahen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. <\/em><em>16<\/em><em>\u00a0Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. <\/em><em>17<\/em><em>\u00a0Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie b\u00f6se Geister austreiben, in neuen Zungen reden, <\/em><em>18<\/em><em>\u00a0Schlangen mit den H\u00e4nden hochheben, und wenn sie etwas T\u00f6dliches trinken, wird&#8217;s ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die H\u00e4nde legen, so wird&#8217;s besser mit ihnen werden. <\/em><em>20<\/em><em>\u00a0Sie aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekr\u00e4ftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zwei Beobachtungen k\u00f6nnen wir an den neutestamentlichen Texten festmachen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1) Jesu Auftrag ist Verpflichtung und Gebot.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2) Jesu J\u00fcnger heilten (auch vor Ostern) problemlos die Kranken. Es gibt nur eine Ausnahme.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>1.1 Nichtheilung im Dienst der J\u00fcnger<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein einziger Bericht redet \u00fcber einen Misserfolg der J\u00fcnger.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Matth\u00e4us 17,14-20:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>14 Und als sie zu dem Volk kamen, trat ein Mensch zu ihm, fiel ihm zu F\u00fc\u00dfen <\/em><em>15<\/em><em>\u00a0und sprach: Herr, erbarme dich \u00fcber meinen Sohn! Denn er ist monds\u00fcchtig und hat schwer zu leiden; er f\u00e4llt oft ins Feuer und oft ins Wasser; <\/em><em>16<\/em><em>\u00a0und ich habe ihn zu deinen J\u00fcngern gebracht und sie konnten ihm nicht helfen. <\/em><em>17<\/em><em>\u00a0Jesus aber antwortete und sprach: O du ungl\u00e4ubiges und verkehrtes Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch erdulden? Bringt ihn mir her! <\/em><em>18<\/em><em>\u00a0Und Jesus bedrohte ihn; und der b\u00f6se Geist fuhr aus von ihm und der Knabe wurde gesund zu derselben Stunde. <\/em><em>19<\/em><em>\u00a0Da traten seine J\u00fcnger zu ihm, als sie allein waren, und fragten: Warum konnten &#8222;wir&#8220; ihn nicht austreiben? <\/em><em>20-21<\/em><em>\u00a0Er aber sprach zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens. Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so k\u00f6nnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unm\u00f6glich sein. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Reaktion Jesu zeigt auf, dass solcherlei Nichtheilung keineswegs als Gottes Wille anzusehen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In der Regel geschah der Dienst der Krankenheilung folgenderma\u00dfen: Der J\u00fcngergemeinde wurde Vollmacht von Jesus zugesprochen, sie \u00fcbte diese Vollmacht aus, als Resultat erfolgten Heilungen. Heilungen gelten also als Normalerfahrung, Heilungsdefizite als Ausnahme.<\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\" start=\"2\">\n<li><strong> Krankenheilung in der Realit\u00e4t der neutestamentlichen Kirche<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Zentrum des Interesses steht im Neuen Testament der Heilungsdienst, der sich aus der Kirche heraus in die Welt bewegt. Doch auch innerhalb seiner Kirche heilt, verbindet und tr\u00f6stet Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>2.1 Kranke innerhalb der Kirche<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ph\u00e4nomene wie S\u00fcnde, Krankheit und Tod sind grunds\u00e4tzlich durch Jesu Tod und Auferstehung \u00fcberwunden, aber bis zur Wiederkunft Christi gibt es sie noch. Wir finden Belegstellen im Neuen Testament, die davon reden,\u00a0 dass nicht alle Glieder der Kirche immer oder sofort geheilt wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Philipper 2,26-27 lesen wir, dass Epaphroditus todkrank gewesen war, was auch der \u00a0Gemeinde Sorge bereitet hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In 1. Timotheus 5,23 finden wir einen Hinweis darauf, dass Timotheus (vgl. Philipper 2,20-22) Magenprobleme hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In 2. Timotheus 4,20 berichtet Paulus, dass er Trophimus in Milet krank zur\u00fcckgelassen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei der Interpretation dieser Stellen m\u00fcssen wir beachten, dass die Gewichtung deutlich bestehen bleibt: Heilung ist der Regelfall. Es gibt Einbr\u00fcche \u2013 wie diese zu deuten sind, wird z. T. offengelassen. Der Umstand, dass Heilung nicht oder nicht sofort eintritt, \u00e4ndert nichts an der Tatsache, dass Gottes eigentlicher Wille Heilung ist und wir, wann immer wir um Heilung beten, mit Sicherheit wissen d\u00fcrfen, dass wir im Willen Gottes beten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2.2 <strong>Krankheit innerhalb der Kirche: Ursachen und Heilung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch innerhalb der Kirche finden wir einen Zusammenhang von S\u00fcnde und Krankheit best\u00e4tigt: Das Verharren einer Gruppe in S\u00fcnde gibt der Krankheit Raum. Anzumerken bleibt auch hier, dass das Vorhandensein von Krankheit nicht unmittelbar auf eine pers\u00f6nliche S\u00fcnde beim Betroffenen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.\u00a0 In 1. Korinther 11,29-30 f\u00fchrt Paulus die Tatsache, dass in der betreffenden Gemeinde viele Schwache und Kranke vorzufinden sind, darauf zur\u00fcck, dass das Abendmahl in unw\u00fcrdiger Weise genossen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Zusammenhang mit dem Gebet um Heilung werden auch Beichte und Umkehr genannt. In Jakobus 5,16 finden wir die Aufforderung, einander die S\u00fcnden zu bekennen und f\u00fcreinander F\u00fcrbitte zu tun, damit Heilung erlangt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Beispiele f\u00fcr Heilungen an Gl\u00e4ubigen finden wir z.B. in Apostelgeschichte. 9,32-43. Apostelgeschichte 9,32-35 zeigt uns Petrus, der umherzieht und bei den Heiligen in Lydda auf den Gel\u00e4hmten \u00c4neas trifft und ihn heilt. Apostelgeschichte. 9,36-43 erz\u00e4hlt, dass Petrus die J\u00fcngerin Tabita aus Joppe auferweckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Beide Geschehnisse werden im Umfeld bekannt, und beide Berichte bezeugen, dass infolge der Heilungen Menschen zum Glauben kamen. Somit k\u00f6nnen auch Heilungen, die innerhalb der Gemeinde geschehen, Auswirkungen nach au\u00dfen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\" start=\"3\">\n<li><strong> Der Dienst der neutestamentlichen Kirche nach au\u00dfen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Zeichen und Wunder ermutigen zum Glauben: Menschen werden in besonderer Weise durch Wundertaten innerlich ersch\u00fcttert und offener daf\u00fcr, \u00a0die Heilsbotschaft zu empfangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Apostelgeschichte 3 berichtet davon, dass Petrus und Johannes an der T\u00fcr des Tempels einen Lahmen heilen. Die Verwunderung und Aufmerksamkeit der Umgebung, die daraus resultieren, nutzen sie zur Verk\u00fcndigung des Evangeliums.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Apostelgeschichte 5,12-16 berichtet zusammenfassend davon, dass durch die H\u00e4nde der Apostel gro\u00dfe Zeichen und Wunder geschahen, dass Kranke und d\u00e4monisch Belastete in gro\u00dfer Zahl zu ihnen gebracht und alle geheilt wurden, dass die Umwelt sogar zu glauben begann, dass allein der Schatten des Petrus Heilung br\u00e4chte. Gro\u00dfe Scharen von Menschen kamen dabei zum Glauben. (s. auch den Hinweis auf Apostelgeschichte 9,32-43 weiter oben )<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wundertaten geschahen auch durch Gl\u00e4ubige, die nicht zu den zw\u00f6lf Aposteln geh\u00f6rten:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Apostelgeschichte 6,8 weist darauf hin, dass auch Stephanus Wunder und gro\u00dfe Zeichen unter dem Volk tat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Apostelgeschichte 8,5-8 berichtet von Philippus. Er predigte und tat Wunder, er trieb D\u00e4monen aus und heilte Gel\u00e4hmte, und die Menge war f\u00fcr seine Predigt empf\u00e4nglich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch der Dienst von Paulus war begleitet von Zeichen und Wundern:<\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\" start=\"2\">\n<li>Korinther 12,12: Er tat Erweise der Kraft Gottes mit gro\u00dfer Ausdauer.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Apostelgeschichte 14,3: Gott best\u00e4tigt das Wort durch Zeichen und Wunder.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Apostelgeschichte 14,8-18: Paulus heilt einen Gel\u00e4hmten in Lystra und predigt (nach einigen Verwicklungen), dass es nur einen wahren Gott gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Apostelgeschichte 16,16-18: Paulus treibt einen Wahrsagegeist aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Apostelgeschichte 28,7-10: Paulus heilt einen Mann, der an der Ruhr erkrankt ist. Daraufhin kommen viele Kranke zu ihm und werden geheilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\" start=\"4\">\n<li><strong> Verschiedene Arten der Beauftragungen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Es finden sich spezielle Beauftragungen, f\u00fcr Kranke zu beten:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Jakobus 5,14-15 werden die \u00c4ltesten aufgerufen, im Glauben f\u00fcr die Kranken in der Kirche zu beten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nach 1. Korinther 12,9 verleiht der Heilige Geist Einzelnen die Gnadengabe der Heilung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es gibt auch den Auftrag an alle aufgrund der universellen Beauftragung der Gemeinde,\u00a0 z.B. in Markus 16,18.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir finden also sowohl den Auftrag einzelner qua Amt oder Begabung wie auch den Auftrag an alle Gl\u00e4ubigen durch die universelle Beauftragung \u2013 Gott nutzt viele Wege, Heilung zu bringen.<\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\" start=\"5\">\n<li><strong> Schlussfolgerungen f\u00fcr unsere Praxis<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">1.) &#8222;Der Gesandte ist wie der, der ihn sendet&#8220;, lautet ein j\u00fcdischer Rechtsgrundsatz.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00dcbertragen auf uns bedeutet dies,\u00a0 dass die Gemeinde als von Jesus gesandte Botin ihn repr\u00e4sentiert. In ihrem Heilungswirken demonstriert sie, dass die alte &#8222;Naturgesetzlichkeit&#8220; &#8211; der Tod mit allen seinen Aspekten &#8211;\u00a0 unausweichlich durch das Kreuz Jesu und seine Auferstehung durchbrochen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2.) Die Urkirche demonstriert &#8222;normales Christsein&#8220;. Machterweise des Heiligen Geistes geh\u00f6rten zum Alltag der Urkirche, vor allem aber zu ihrer missionarischen Verk\u00fcndigung. Solange, wie Heilung die Ausnahme ist, liegt es noch vor uns, zu der Realit\u00e4t des Neuen Testamentes zu finden. Sie ist die\u00a0 Zielbestimmung, nach der wir uns ausstrecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">3.) Erweckung meint &#8222;Einbruch von neutestamentlichem Christsein&#8220;. Wir k\u00f6nnen im Gebet darum ringen, dass die Gemeinde Jesu immer tiefer aus der F\u00fclle Gottes lebt, zu der auch Heilung geh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Heike Bodecker<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Jesus heilt alle Kranken<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die folgenden Bibelverse<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup><sup>[1]<\/sup><\/sup><\/a> sollen deutlich machen, dass Jesus jeden heilte, der zu ihm kam. Nicht einen schickte er ungeheilt weg.<\/p>\n<table class=\" alignleft\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>1. Heilung von Besessenen und Kranken \u2013 nach der Heilung der Schwiegermutter des Petrus<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mt. 8,16<\/td>\n<td width=\"323\">Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mk. 1,34<\/td>\n<td width=\"323\">&#8230; er heilte viele<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup><sup>[2]<\/sup><\/sup><\/a>, die an allen m\u00f6glichen Krankheiten litten, und trieb viele D\u00e4monen aus.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Lk. 4,40<\/td>\n<td width=\"323\">Er legte jedem Kranken die H\u00e4nde auf und heilte alle.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>2. Jesus heilt als der Knecht Gottes<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mt. 12,15<\/td>\n<td width=\"323\">Viele folgten ihm, und er heilte alle Kranken.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>3. Krankenheilungen am See Genezareth<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mt. 14,36<\/td>\n<td width=\"323\">Und alle, die ihn ber\u00fchrten, wurden geheilt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mt. 15,30<\/td>\n<td width=\"323\">Da kamen viele Menschen und brachten Lahme, Kr\u00fcppel, Blinde, Stumme und viele andere Kranke zu ihm; sie legten sie vor ihn hin, und er heilte sie.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mk. 3,10<\/td>\n<td width=\"323\">Denn er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandr\u00e4ngten, um ihn zu ber\u00fchren.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mk. 6,56<\/td>\n<td width=\"323\">Und alle, die ihn ber\u00fchrten, wurden geheilt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>4. In allen St\u00e4dten und D\u00f6rfern<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mt. 9,35<\/td>\n<td width=\"323\">&#8230; und heilte alle Krankheiten und Leiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>5. Bei der Aussendung der Zw\u00f6lf<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mt. 10,1<\/td>\n<td width=\"323\">Dann rief er seine zw\u00f6lf J\u00fcnger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Lk. 9,1<\/td>\n<td width=\"323\">Dann rief er die Zw\u00f6lf zu sich und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle D\u00e4monen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>6.Vor der Speisung der F\u00fcnftausend<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mt. 14,14<\/td>\n<td width=\"323\">Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>7. Vor der Rede \u00fcber Ehescheidung und Ehelosigkeit<\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mt. 19,2<\/td>\n<td width=\"323\">Viele Menschen folgten ihm dorthin, und er heilte sie.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>8. Nach der Tempelreinigung <\/strong><\/td>\n<td width=\"86\">Mt. 21,14<\/td>\n<td width=\"323\">Im Tempel kamen Lahme und Blinde zu ihm und er heilte sie.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Zitiert nach der Einheits\u00fcbersetzung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Das Wort \u201eviele\u201c bezeichnet eine Menge, es muss nicht bedeuten, dass Jesus einige nicht heilte. In der Parallelstelle zu Mk.\u00a0 1,34 findet sich das Wort \u201ealle\u201c (Mt. 8,16, \u00e4hnlich Lk. 4,40, s.o.). Adolf Pohl f\u00fchrt aus: \u201e \u2026 im Semitischen, das hier durchschimmert, kann \u201aviele\u2018 Ersatzwort f\u00fcr \u201aalle\u2018 sein \u2026\u201c (Adolf Pohl, Wuppertaler Studienbibel, Das Evangelium des Markus, Wuppertal, 2. Auflage 2000, S. 98).<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Die biblische Schau der geistlichen Krankenheilung<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\">Wolfram Kopfermann \/ Heike Bodecker<\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\">\n<li><strong> Zum Begriff der \u201egeistlichen Krankenheilung\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir verwenden den Ausdruck &#8222;Dienst der geistlichen Krankenheilung&#8220;, um deutlich zu machen, dass es um eine geistliche, d.h. durch den Heiligen Geist gewirkte Krankenheilung geht. Viele sprechen von &#8222;Glaubensheilung&#8220;. Glaube ist ein wichtiger Faktor im Heilungsgeschehen. Doch dieser Begriff k\u00f6nnte das Missverst\u00e4ndnis aufkommen lassen, dass unser Glaube die Heilung bewirkt und nicht Gott selbst. Der biblische Heilungsdienst richtet sich jedoch immer auf Gott als das pers\u00f6nliche Gegen\u00fcber aus. Daneben gibt es den Sprachgebrauch &#8222;divine healing&#8220;, \u00fcbersetzt hei\u00dft dies &#8222;g\u00f6ttliche Heilung&#8220;. Dieser Begriff ist deswegen ung\u00fcnstig, weil alle Heilungen von Gott kommen. Egal, ob sie durch \u00c4rzte eingeleitet werden oder durch ein Gebet um Heilung unter Handauflegung geschehen.<\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\" start=\"2\">\n<li><strong> Auf Gottes Wort zum Thema \u201eHeilung\u201c h\u00f6ren<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist kein intellektueller Luxus, wenn wir uns ausgiebig mit der Bibel besch\u00e4ftigen, es ist von elementarer praktischer Bedeutung f\u00fcr\u00a0 uns. Unser Handeln, unsere Erwartungen und unser geistlicher Hunger m\u00fcssen vom Wort Gottes her bestimmt sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn das nicht geschieht, werden wir von unseren Erfahrungen her bestimmt. Doch eine erfahrungsorientierte Kirche ist grunds\u00e4tzlich eine schwache Kirche. Das kann auch bei positiven Erfahrungen so sein. Sie k\u00f6nnen dazu verf\u00fchren, dass wir in einer Mittelm\u00e4\u00dfigkeit des Glaubens steckenbleiben. Wir geben uns dann z.B. mit gelegentlichen Heilungen zufrieden, obwohl uns das Neue Testament eine andere Wirklichkeit und andere M\u00f6glichkeiten aufzeigt. Bei negativen Erlebnissen interpretieren wir nicht selten den Willen Gottes auf unbiblische Weise (z. B. \u201eGott will heute nicht mehr heilen&#8220;). Wir m\u00fcssen die Grundeinstellung der Bibel zu Krankheit und Heilung kennen und diese verinnerlichen, um dann mit ihr zu beten. Unsere Gebetspraxis l\u00e4sst R\u00fcckschl\u00fcsse auf innerste \u00dcberzeugungen zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es geht dann auch um die pers\u00f6nliche Aneignung von Verhei\u00dfungen durch den Glauben. Methodik ist letztendlich Nebensache (auch die Frage nach einer Heilungsgabe). Entscheidend ist, dass wir mit der Grundeinstellung beten: &#8222;Gott will Heilung schenken, dies sagt sein Wort.&#8220; Und weitergehend fragen wir: &#8222;Glaube ich ihm seine Zusagen?&#8220;<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup><sup>[1]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\" start=\"3\">\n<li><strong> Das Alte Testament sagt Wesentliches zum Thema \u201eKrankenheilung\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Alles Grundlegende zum Thema \u201eHeilung\u201c wird im Alten Testament schon gesagt. Es enth\u00e4lt die Linien, die im Neuen Testament weiter ausgezogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine Bibelstudie wird zeigen, dass es zu Gottes Wesen geh\u00f6rt, zu heilen. Gott steht mit seinem Charakter hinter seinem Wort. Er spricht nicht nur Worte der Heilung, sondern er gibt sich dahinter als ein Gott der Heilung zu erkennen &#8211; ein Gott, der Gutes, Heilvolles geben will.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>3.1 Ursprung der Krankheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Denken vieler Menschen ist Krankheit etwas Nat\u00fcrliches, ein Vorkommnis, das zum Leben geh\u00f6rt. Sie gilt als Bestandteil unseres Daseins, so wie der Tod dazu geh\u00f6rt. Auch zu einer &#8222;normalen christlichen Haltung&#8220; geh\u00f6rt bei vielen, dass sie Krankheit hinnehmen, so wie sie auch den Tod akzeptieren und annehmen als von Gott urspr\u00fcnglich gewollt. Doch das genau entspricht nicht dem biblischen Weltbild. In der Bibel wird Krankheit als Eindringling betrachtet, sie ist ein Fremdk\u00f6rper in der gesch\u00f6pflichen Ordnung Gottes. Sie ist nicht Gottes erste und letzte Absicht mit seiner Sch\u00f6pfung. Die biblische Sicht besagt, dass der Tod Teil der gefallenen Sch\u00f6pfung ist. Der Tod ist eine Folge der S\u00fcnde, und die Vorformen des Todes &#8211; Krankheiten &#8211; sind ebenfalls eine Folge der S\u00fcnde. Tod und Krankheit sind Gestalten der Zerst\u00f6rung, Ausdrucksformen widerg\u00f6ttlichen Wirkens.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir m\u00fcssen das Gewicht dieser Aussage erkennen, sonst k\u00f6nnen wir die biblische Schau der Krankenheilung nicht in der Tiefe verstehen. Wenn Krankheit etwas ist, was zu unserem Lebenslauf nat\u00fcrlich dazu geh\u00f6rt, dann erscheint Heilung als etwas Beliebiges, als etwas vielleicht sogar Positives, aber doch als etwas, was den Lauf der Dinge nur geringf\u00fcgig aufh\u00e4lt. Wird Krankheit aber als eingedrungene zerst\u00f6rerische Macht verstanden, dann k\u00f6nnen wir Gottes Stellung zur Krankheit ganz anders begreifen &#8211; und damit das Handeln Jesu und der Urkirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aus 1. Mose 2,15-17 wird deutlich, dass Sterblichkeit als Gericht verstanden wird, das Gott auf einen ganz bestimmten Ungehorsam legt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen B\u00e4umen im Garten,\u00a0aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und B\u00f6sen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In 1. Mose 3,16-18 wird ein Fluch auf den Menschen und seine Welt gelegt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel M\u00fchsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter M\u00fchen sollst du Kinder geb\u00e4ren. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.\u00a0Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit M\u00fchsal sollst du dich von ihm n\u00e4hren dein Leben lang.\u00a0Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen.\u00a0Im Schwei\u00dfe deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gerhard von Rad, der gro\u00dfe Alttestamentler, hat gesagt, dass 1. Mose 3 etwas dar\u00fcber aussagen will, wie alle St\u00f6rungen unseres nat\u00fcrlichen Lebensstandes ihre Wurzeln im gest\u00f6rten Gottesverh\u00e4ltnis haben. Diese Sicht (Tod als Folge von S\u00fcnde) wird von Paulus in R\u00f6mer 5,12 aufgenommen und sehr verbindlich ausgef\u00fchrt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Deshalb, wie durch &#8222;einen&#8220; Menschen die S\u00fcnde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die S\u00fcnde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle ges\u00fcndigt haben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Kernaussage in diesem Vers hei\u00dft: Wir leben in einer Welt der S\u00fcnde, und deswegen leben wir in einer Welt des Todes (und der Krankheit). Es wird von einem Verh\u00e4ngnis gesprochen, das auf der ganzen Menschheit lastet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dabei wird ein kollektiver Zusammenhang hergestellt: Krankheit ist nicht notwendigerweise Ausdruck einer pers\u00f6nlichen Schuld. Aber sie ist Ausdruck der Schuldverfallenheit der ganzen\u00a0 Menschheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir m\u00fcssen das urchristliche Denken von Tod und Sterben radikal verinnerlichen<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup><sup>[2]<\/sup><\/sup><\/a> und Konsequenzen f\u00fcr unser Handeln daraus ziehen. Der Kampf Jesu um das Gesundwerden von Menschen war eine Kriegserkl\u00e4rung gegen die gottfeindliche Todesgewalt. Wenn Christen dazu auffordern, Krankheit als zugedachten Segen Gottes anzunehmen, zeigt diese Sichtweise ihre tiefe Entfernung vom Wort Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir sollten zuerst die Grundposition des Wortes Gottes verstehen lernen, um dann anschlie\u00dfend seelsorgerliche Fragen zu stellen. Etwa die nach dem zugelassenen Willen Gottes: Auch wenn Gott Krankheit zul\u00e4sst, ist sie kein Segen. In der Auseinandersetzung mit ihr kann uns jedoch Segen zuflie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>3.2 Die Rolle der Gemeinschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Folgende Worte aus 2. Mose 15,26 sind in mehrfacher Hinsicht wichtig:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und merken auf seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den \u00c4gyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Erstens: Gott bezeichnet sich als Arzt des Volkes Israel. Er will nicht Krankheit, sondern Heilung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zweitens: Es wird von der M\u00f6glichkeit gesprochen, dass Gott Krankheit schickt. In den meisten Schriften des Alten Testamentes ist das personale B\u00f6se nicht benannt. Dass Gott einen Widersacher hat, ist weitgehend unbekannt. Im Neuen Testament finden wir eine entwickelte Vorstellung eines Gegners, die Existenz des Satans ist st\u00e4rker bewusst geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Drittens: Es wird das &#8222;Du&#8220; der alttestamentlichen Bundesgemeinde angesprochen. Krankheit und Heilung haben auch einen sozialen Aspekt. Der einzelne Beter st\u00f6\u00dft nicht weiter vor, als die Gemeinde oder das geistliche Umfeld, zu dem er geh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>3.3 Gott vergibt und heilt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Psalm 103, Vers 2 &#8211; 3 begegnet uns eine gewaltige Aussage:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>der dir alle deine S\u00fcnde vergibt und heilet alle deine Gebrechen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Psalm 103,2-3 wird das vergebende und heilende Handeln Gottes parallel bezeugt. Hier wird ein Gott gelobt, der in der gleichen Dichte, in der gleichen umfassenden Weise heilt, wie er auch vergibt. Bei Gott ist die Quelle f\u00fcr beides, f\u00fcr Vergebung und Heilung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unter Punkt 3.1 sahen wir, dass Krankheit aus der Entfernung, aus der Losl\u00f6sung von Gott kommt. Daraus ergibt sich, dass der Gott, der die S\u00fcnde vergibt, auch die Krankheit heilt. Gleichzeitig ergibt sich daraus auch:\u00a0 Das Heil ist der Heilung vorgeordnet, das Heil steht im Zentrum.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>3.4 Die Zukunftshoffnung Israels<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zu der Zukunftshoffnung Israels geh\u00f6rt ein neues Kommen Gottes, das die Welt heil macht:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jesaja 52,7:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Wie lieblich sind auf den Bergen die F\u00fc\u00dfe der Freudenboten, die da Frieden verk\u00fcndigen, Gutes predigen, Heil verk\u00fcndigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist K\u00f6nig! <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Hier wird ein sehr dynamischer Vorgang beschrieben: Gott setzt sich durch, er erweist sich als K\u00f6nig, seine Herrschaft bricht an. Und wenn Gott seine Herrschaft anbrechen l\u00e4sst, dann geschieht Wiederherstellung der Sch\u00f6pfung; Heilung ist an diesen Vorgang, dass Gottes K\u00f6nigreich aufgerichtet wird, gebunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jesaja 35,4-6:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Sagt den verzagten Herzen: \u00bbSeid getrost, f\u00fcrchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.\u00ab Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben ge\u00f6ffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der W\u00fcste hervorbrechen und Str\u00f6me im d\u00fcrren Lande. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn Gott kommt, \u00fcberwindet er sowohl S\u00fcnde wie auch alle Auswirkungen der S\u00fcnde, auch die Krankheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>3.5 Der Mittler des Heils<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Jesaja 61 offenbart Gott noch deutlicher, wie sich diese K\u00f6nigsherrschaft durchsetzen soll. Er setzt einen Mittler ein, einen Gesalbten, mit dem die Heilszeit beginnt. Dieser Gesalbte spricht in Jesaja 61,1-3:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verk\u00fcndigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verk\u00fcndigen ein gn\u00e4diges Jahr des HERRN und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu tr\u00f6sten alle Trauernden, zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freuden\u00f6l statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betr\u00fcbten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden \u00bbB\u00e4ume der Gerechtigkeit\u00ab, \u00bbPflanzung des HERRN\u00ab, ihm zum Preise. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das neue Heil Gottes ist also an einen Gesalbten gebunden, an einen Messias. Denn \u201eMessias\u201c ist die eingedeutschte Form des hebr\u00e4ischen Begriffs\u00a0 \u201emaschiach\u201c\u00a0 (Gesalbter), auf Griechisch wird er \u201eChristos\u201c genannt, auf Lateinisch \u201eChristus\u201c.\u00a0 Christen glauben, dass dieser Gesalbte Jesus Christus ist. Er ist die Heilsgestalt, durch die sich Gott durchsetzen will und wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In diesem Zusammenhang ist ein weiterer Text wichtig, den Christen auf diesen Gesalbten, auf Jesus Christus, beziehen. Es sind die Worte vom Knecht Gottes, besonders Jesaja 53, 4-5:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>F\u00fcrwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn f\u00fcr den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert w\u00e4re.\u00a0Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer S\u00fcnde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Hier findet sich die Kernaussage, dass der Gottesknecht die Schuld der Gottlosen ges\u00fchnt hat, aber dass er nicht nur die Schuld tr\u00e4gt, sondern auch die Krankheit. Er nimmt die S\u00fcnde stellvertretend auf sich, und er nimmt die Krankheit, die Folge der S\u00fcnde, stellvertretend auf sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jesaja 53 beschreibt die Grundfunktion des Gottesknechts: die \u00dcbernahme von Schuld und das Tragen von Krankheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>4 Wie werden die alttestamentlichen Linien im NT aufgenommen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Weiter vorne haben wir gesagt, dass alles Grundlegende zum Thema \u201eHeilung\u201c schon im Alten Testament zu finden ist und dass das Neue Testament diese Linien aufnimmt. Wie sieht das nun im Einzelnen aus?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Verhei\u00dfungen aus Jesaja 35 und Jesaja 61 werden in Matth\u00e4us 11,4-5 griffen. Johannes der T\u00e4ufer l\u00e4sst die Frage stellen, ob Jesus der Verhei\u00dfene sei. In seiner Antwort nimmt Jesus die Aussagen aus Jesaja auf:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr h\u00f6rt und seht:\u00a0Blinde sehen und Lahme gehen, Auss\u00e4tzige werden rein und Taube h\u00f6ren, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Prophetie aus Jesaja 53 wird in Matth\u00e4us 8,16-17 aufgenommen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund,\u00a0damit erf\u00fcllt w\u00fcrde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jesaja 53,4): \u00bbEr hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er getragen.\u00ab <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">An dieser Stelle bezieht sich Jesaja 53 eindeutig auf k\u00f6rperliche Heilung. Auch in 1. Petrus 2,24f. wird Jesaja 53 zitiert, hier wird unter Heilung jedoch die Heilung der Gottesbeziehung verstanden, die Gott durch Jesus Christus schenkt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u2026 der unsre S\u00fcnde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der S\u00fcnde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Worte aus Jesaja 61 und Jesaja 58 werden in Lukas 4,16-19, in der sogenannten Antrittspredigt Jesu, aufgenommen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen.\u00a0Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (Jesaja 61,1-2):\u00a0\u00bbDer Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verk\u00fcndigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen,\u00a0zu verk\u00fcndigen das Gnadenjahr des Herrn.\u00ab <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Lukas 4, 21 findet sich die Aussage Jesu, dass diese Verhei\u00dfung nun erf\u00fcllt sei:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erf\u00fcllt vor euren Ohren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Markus 2 wird Psalm 103,2-3 aufgenommen. Der Gichtbr\u00fcchige h\u00f6rt das Wort der Vergebung und der Heilung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Markus 2,5-12a:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Als nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gel\u00e4hmten: Mein Sohn, deine S\u00fcnden sind dir vergeben.\u00a0Es sa\u00dfen da aber einige Schriftgelehrte und dachten in ihren Herzen:\u00a0Wie redet der so? Er l\u00e4stert Gott! Wer kann S\u00fcnden vergeben als Gott allein?\u00a0Und Jesus erkannte sogleich in seinem Geist, dass sie so bei sich selbst dachten, und sprach zu ihnen: Was denkt ihr solches in euren Herzen?\u00a0Was ist leichter, zu dem Gel\u00e4hmten zu sagen: Dir sind deine S\u00fcnden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett und geh umher?\u00a0Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, S\u00fcnden zu vergeben auf Erden &#8211; sprach er zu dem Gel\u00e4hmten:\u00a0Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!\u00a0Und er stand auf, nahm sein Bett und ging alsbald hinaus vor aller Augen. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch hier zeigt sich, dass die Vergebung und damit die Heilung der Gottesbeziehung der Heilung von Krankheit vorgeordnet ist. Gleichzeitig wird erneut deutlich: Wo Christus auftritt und S\u00fcnden vergibt, geschehen auch k\u00f6rperliche Heilungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>4.1<\/strong> <strong>Jesus ist die Erf\u00fcllung des alttestamentlichen Zeugnisses<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aus den obigen Ausf\u00fchrungen ergibt sich: Das Zeugnis von dem heilenden Gott ist im Alten Testament enthalten, es findet seine Erf\u00fcllung in Jesus Christus.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>4.2 Im Mittelpunkt der Verk\u00fcndigung Jesu steht die K\u00f6nigsherrschaft Gottes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der griechische Begriff <em>basileia<\/em> l\u00e4sst sich auf mindestens zwei Weisen wiedergeben. Man kann ihn mit \u201eReich\u201c oder mit \u201eK\u00f6nigsherrschaft\u201c \u00fcbersetzen. W\u00e4hrend dem ersten Begriff etwas Statisches anhaftet &#8211; Reich verstehen wir eher im Sinne von Bereich, Territorium -, enth\u00e4lt der zweite eine st\u00e4rkere Dynamik: K\u00f6nigsherrschaft Gottes hei\u00dft, dass Gott Herr wird; er greift heilsam und befreiend ein. Gott setzt sich als der K\u00f6nig der Heilszeit durch. Seine Herrschaft ist nun nahe in Worten und in Taten, beides ist gebunden an eine Person: Jesus Christus. Reich Gottes meint also K\u00f6nigsherrschaft im Sinne von Regierungsantritt Gottes, die das Heilwerden von Menschen mit sich bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Reich Gottes ist damit auch ein Gegenentwurf, eine Kampfansage an die Todeswelt, hinter der Satan steht. Jesus hat einen Gegner, den er konkret angreift.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit dem Kommen Jesu bricht das Reich Gottes an, mit der Wiederkunft Jesu wird es hier auf Erden in Vollendung erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>4.3 Jesu Dienst geschieht in Wort und Tat<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jesu Dienst geschieht im Wort und im Werk. Er vollzieht sich in der Verk\u00fcndigung und in der Befreiung von Menschen (doppelter Dienst).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Heilungen &#8211; und das schlie\u00dft D\u00e4monenaustreibungen ein &#8211; sind nicht ein Zugest\u00e4ndnis an menschliche Schwachheit. Die Sicht der Bibel ist: Das Reich, das Jesus bringt, wird in den Worten proklamiert und in den Taten demonstriert. Proklamation und Demonstration bilden eine unaufl\u00f6sbare Einheit. Die Werke verleihen der Botschaft Jesu erst den eindeutigen und damit verpflichtenden Charakter (Matth\u00e4us 11,2-6). Sie sind Zeichen daf\u00fcr, dass die Heilszeit wirklich angebrochen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>4.4<\/strong> <strong>Vom H\u00f6ren und Sehen des Reiches Gottes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es gibt um Jesu herum nicht nur etwas zu sehen &#8211; ohne ein erkl\u00e4rendes, deutendes Wort; aber es gibt auch nicht nur etwas zu h\u00f6ren &#8211; ohne Sichtbarkeit. Jesu Wort ist ein &#8222;verleiblichtes Wort&#8220;. Gemeint ist: Wort und Werk interpretieren sich gegenseitig. Das Wort Jesu &#8211; ohne sein Werk &#8211; w\u00e4re nicht mehr sein Wort, es w\u00e4re ein entleertes Wort.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das H\u00f6ren ist dem Sehen \u00fcbergeordnet. Wir finden im Neuen Testament keine Gleichgewichtigkeit von H\u00f6ren und Sehen. Das Wort hat ein deutliches \u00dcbergewicht, aber es gibt eine Zuordnung der Werke und der Taten Jesu zum Wort. Unser Glaube h\u00e4ngt letzten Endes an dem Wort, das Jesus sagt. Aber dieses Wort ist in aller Regel begleitet, flankiert, illustriert durch das Werk, durch die Taten, durch die Heilungen.<\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\" start=\"5\">\n<li><strong> Zusammenfassung und Ausblick:<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>Es gibt eine ganz bestimmte Schau von Krankheit und Tod.<\/li>\n<li>Es gibt alttestamentliche Zusagen f\u00fcr die Heilszeit, diese fangen an, sich in Jesus Christus zu erf\u00fcllen.<\/li>\n<li>Die Erkenntnis, dass Gott Heilung will &#8211; weil er ein Gott der Heilung ist -, fordert uns heraus.<\/li>\n<li>Die Frage der Heilung darf kein Nebenthema bleiben.<\/li>\n<li>Wir m\u00fcssen uns als Leib Christi gemeinsam nach dem Handeln Gottes ausstrecken.<\/li>\n<li>Wir d\u00fcrfen uns nach einer Erweckung mit Zeichen und Wundem ausstrecken.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Mehr zu der Bedeutung des Glaubens und zum Wachstum im Glauben in: Wolfram Kopfermann \/ Heike Bodecker, Der Glaubensfaktor beim Heilungsgebet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>Hilfreich dazu ist folgender Aufsatz: Heinrich Schlier: Der Tod im urchristlichen Denken. In: Kubina, Veronika und Lehmann, Karl (Hrsg.): Der Geist und die Kirche. Freiburg im Breisgau 1980, S. 101-109 und 111-113.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Mit Wundern rechnen: Regeln f\u00fcr das Gebet um Heilung<\/h2>\n<p>Aus: Kopfermann, Wolfram: Farbwechsel. 2. Auflage. Mainz-Kastel: C &amp; P Verlags-GmbH 1991. Seite 172-176<\/p>\n<p>Ich hatte gesagt, dass es f\u00fcr Christen nur einen Wunderheiler gibt, n\u00e4mlich Jesus Christus. Allerdings heilt er normalerweise durch Gl\u00e4ubige. Wir k\u00f6nnen es Menschen erleichtern oder erschweren, mit seiner heilenden Gegenwart zu rechnen, zumal das ganze Gebiet ja noch immer hei\u00df umstritten ist, Die folgenden 7 Regeln sollen auch dazu helfen, dass allm\u00e4hlich Vertrauen w\u00e4chst,<\/p>\n<ol>\n<li>Den ganzen Menschen sehen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wer f\u00fcr Kranke betet, steht in Gefahr, einseitig gegen die Symptome anzugehen. Denn die Symptome sind es ja, die dem Leidenden Schmerzen oder Behinderung seines Lebens eintragen. Sie m\u00f6chte er loswerden, und das ist nur zu verst\u00e4ndlich. Nun ist es schon rein medizinisch nicht geraten, einfach Krankheitssymptome zum Verschwinden zu bringen. Ein vorhandenes Symptom kann ja Zeichen eines tieferliegenden Krankheitsproblems sein.<\/p>\n<p>Die Psychosomatik hat seit Jahrzehnten deutlich gemacht, dass psychische Probleme die k\u00f6rperlichen Funktionen in Mitleidenschaft ziehen. Wir wissen heute, dass ein schwer absch\u00e4tzbarer, aber riesiger Teil aller gesundheitlichen Leiden seelisch bedingt ist. Aber nicht nur die Psyche w\u00e4lzt ihre unbew\u00e4ltigten Probleme auf den K\u00f6rper ab, auch geistige Krisen k\u00f6nnen krank machen. Wer keinen Sinn in seinem Leben findet, dessen Gesundheit ist ebenfalls bedroht (Viktor E. Frankl). F\u00fcr die christliche Sicht tritt schlie\u00dflich hinzu, dass eine gest\u00f6rte Gottesbeziehung sich bis ins K\u00f6rperliche hinein sch\u00e4digend auswirken kann. Was ergibt sich daraus f\u00fcr die geistliche Krankenheilung? Wir m\u00fcssen immer den ganzen Menschen sehen, wenn wir f\u00fcr Kranke beten. Es geht, anders gesagt, nicht um Reparaturen kranker K\u00f6rperstellen, sondern um Gesundung der Person. Ich gebe gern zu, dass diese Einsicht den Heilungsdienst nicht gerade vereinfacht. Aber die Wirklichkeit ist auch sonst nie \u201eeinfach\u201c.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Keine Versprechungen machen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zwei Dinge sind zu unterscheiden: einmal Gottes Bereitschaft, Heilung zu schenken. Sie ist durch die Sendung Jesu ein f\u00fcr alle Mal manifestiert worden, denn Jesus heilte ohne Ausnahme alle, die krank zu ihm kamen oder gebracht wurden; dann das Versprechen, dass Gott aufgrund eines bestimmten Gebets eine bestimmte Person bis zu einem bestimmten Zeitpunkt heilen werde. Ich leugne nicht, dass Gott grunds\u00e4tzlich einem Beter die Gewissheit geben kann: \u201eIch werde diesen Kranken auf der Stelle vollkommen heilen\u201c, und dass der Beter dies dann auch dem Leidenden einmal sagen darf. Nur sprechen Negativbeispiele eine beredte Sprache! Falls der Beter sich n\u00e4mlich verh\u00f6rt hat (weil er in seiner Liebe zu dem Leidenden so sehr <em>wollte<\/em>, dass dieser gesund wird) und der Kranke krank bleibt oder stirbt, sind schlimmste Folgen abzusehen. Am besten ist es zu sagen: \u201eWir bitten Jesus Christus jetzt um Heilung. Was danach geschieht, liegt in seinen H\u00e4nden.\u201c<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Keinen Druck aus\u00fcben<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Problem liegt nicht in der Absicht! Sicherlich will niemand, der als Christ f\u00fcr Kranke betet, die Leidenden in irgendeiner Weise bedr\u00fccken. In der Praxis kann dies jedoch geschehen. Nach der Darstellung der vier Evangelien hat Jesus sehr h\u00e4ufig einen Zusammenhang zwischen erfahrener Heilung und dem erwartenden Glaubendes Menschen aufgezeigt. Ich spiele an auf S\u00e4tze wie: \u201eDir geschehe nach deinem Glauben\u201c oder \u201eDein Glaube hat dich gerettet.\u201c\u00a0 Es ist also nicht angemessen, diesen Zusammenhang einfach zu bestreiten, indem man etwa sagt, Gott in seiner Weisheit lasse sowieso geschehen, was er f\u00fcr richtig halte; daher spiele der Glaube des Menschen hier praktisch keine Rolle. Bedr\u00fcckung entsteht allerdings, wenn einem Menschen, f\u00fcr den wiederholt um Heilung gebetet wurde, der aber (noch) krank geblieben ist, daraus ein Vorwurf gemacht wird: Wenn du (mehr) geglaubt h\u00e4ttest, w\u00e4rest du jetzt gesund. In einem solchen Falle muss man statt des urspr\u00fcnglichen \u201eeinfachen\u201c von einem dreifachen Leiden des Kranken sprechen: Er leidet wie bisher an seiner Krankheit, muss aber zweitens mit der Entt\u00e4uschung fertig werden, dass die Gebete ihm (noch) nicht geholfen haben, und soll sich nun auch noch \u2013 drittens &#8211; schuldig f\u00fchlen, was h\u00e4ufig genug dann auch passiert ist Das Heilungsgebet kann nur gesund wachsen, wenn zwar st\u00e4ndig zum Vertrauen in die heilende Macht Jesu Christi eingeladen wird, wenn aber daraus nicht eine schuldig sprechende Forderung abgeleitet wird. Die Kranken m\u00fcssen im Gegenteil mit herzlicher Liebe umgeben, \u201egetragen\u201c werden.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Gott nicht einschr\u00e4nken<\/li>\n<\/ol>\n<p>Aus christlicher Sicht ist geistliche Krankenheilung nicht Machtaus\u00fcbung, wie wir bereits sahen, sondern Gebetsdienst. Gebete werden von einem souver\u00e4nen Gott souver\u00e4n beantwortet: manchmal sofort, manchmal schlagartig, aber zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt, manchmal schrittweise, manchmal gar nicht Es ist wichtig, das Wie einer Gebetserh\u00f6rung immer also auch auf diesem Gebiet &#8211; Gott zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Mit \u00c4rzten zusammenarbeiten<\/li>\n<\/ol>\n<p>Gelegentlich sagen Christen: \u201eIch gehe zu keinem Arzt mehr. Mein einziger Arzt ist Jesus Christus.\u201c Nach dieser Sicht gilt der Dienst der \u00c4rzte nur den Ungl\u00e4ubigen. Ich kann eine solche Auffassung im Neuen Testament nicht finden. Au\u00dferdem habe ich den grunds\u00e4tzlichen Verdacht, dass Leute, die solche Parolen vertreten, psychische Probleme haben (u.a. Angst vor \u00c4rzten). Was ist, wenn Menschen, denen man eine derartige Unterweisung gab, dann doch fr\u00fchzeitig sterben? Ich denke hier gar nicht in erster Linie an die rechtlichen Probleme (Anklage auf unterlassene Hilfeleistung). Aus theologischen und praktischen Gr\u00fcnden habe ich immer f\u00fcr ein Zusammenspiel von \u00e4rztlichem und geistlichem Heilungsdienst pl\u00e4diert und damit ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht. Das gilt besonders dann, wenn die \u00c4rzte Christen sind und den geistlichen Heilungsdienst selber anerkennen oder sich sogar in ihm engagieren. Ich bete ungern f\u00fcr Leute um Heilung, die bewusst einer vorherigen \u00e4rztlichen Diagnose ausweichen. Umgekehrt kann es allen Beteiligten nur helfen, wenn \u00e4rztliche Atteste eine Glaubensheilung nachtr\u00e4glich best\u00e4tigen.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Aufrichtigkeit walten lassen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Art, wie Gl\u00e4ubige von erlebten Heilungen erz\u00e4hlen, muss von geradezu pr\u00e4ziser Genauigkeit sein. Jede Ausschm\u00fcckung, alle \u00dcbertreibungen steigern nicht etwa die Erwartung an Gott, sondern wecken fr\u00fcher oder sp\u00e4ter Misstrauen. Wir sollten jederzeit \u201edie Karten auf den Tisch legen\u201c. Auch Nichtheilungen m\u00fcssen ehrlich zugegeben werden. In einem solchen Klima der Aufrichtigkeit kann Wachstum geschehen. Auch kritische Fragen der Skeptiker brauchen uns nicht in Verlegenheit\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 zu bringen. Wir wissen doch, dass Gott seine Kinder so akzeptiert, wie sie sind, also auch uns Anf\u00e4nger im Heilungsdienst!<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>Aus Erfahrungen lernen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das ganze Gebiet ist riesig. Alle Theorien, die nicht dem Praxistest ausgesetzt wurden, haben hier keinen sehr hohen Nutzwert. Es ist wichtig, fortgesetzt zu lernen &#8211; am allermeisten, Gott immer st\u00e4rker zu vertrauen. Heute geschehen in christlichen Gemeinschaften und Gemeinden wieder unz\u00e4hlige Heilungswunder: von sp\u00fcrbaren, aber medizinisch unerwarteten Beschleunigungen \u201enat\u00fcrlicher\u201c Heilungsprozesse bis zu Spontanheilungen bei Kranken im Endstadium. Die Qualit\u00e4t der neutestamentlichen Heilungserfahrungen liegt allerdings noch vor uns.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section admin_label=&#8220;Sektion&#8220; fullwidth=&#8220;off&#8220; specialty=&#8220;off&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;Zeile&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<h2>Aktuelles<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blog admin_label=&#8220;Blog&#8220; fullwidth=&#8220;off&#8220; include_categories=&#8220;1,23,16,30&#8243; show_thumbnail=&#8220;on&#8220; show_content=&#8220;off&#8220; show_more=&#8220;on&#8220; show_author=&#8220;off&#8220; show_date=&#8220;on&#8220; show_categories=&#8220;off&#8220; show_comments=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; offset_number=&#8220;0&#8243; 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