Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24
Jahreslosung 2020

Eine spannende, ja spannungsreiche Aussage, vielleicht sogar widersprüchlich – „also was denn jetzt?“

Hinter diesem Satz steht in Markus 9 ein Vater, der schon einiges durch hat. Zunächst ist da sein Sohn, der von einer dämonischen Kraft auf lebensgefährliche Weise (V. 22) geplagt wird. Nun hat er gehört, dass bei Jesus Heilung und Befreiung sei. Also macht er sich mit seinem Sohn – ein Schritt des Glaubens nach dem andern – auf zu Jesus und wird sich auf dem Weg schon viele Gedanken machen, was denn nun wohl wird, ob das funktioniert …. Nur um enttäuscht zu werden: Jesus ist gar nicht da (macht Urlaub auf dem Berg der Verklärung), und seine Hinterbliebenen kriegen es irgendwie nicht auf die Reihe. Ich vermute, dass die es eine ganze Weile probiert haben, den Geist auszutreiben – ohne Erfolg. Was für eine Strapaze für Vater und Sohn! Und als ob das nicht genug wäre, sind da noch „Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten“ (V. 14) – braucht in so einer Situation auch keiner.

Endlich kommt dann Jesus vom Berg, tadelt die Jünger – und fordert den Vater heraus: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Kein leichter Satz in so einer Situation! Aber der Vater wirft sich mit seiner ganzen Not auf Jesus. Wenn einer mir mitsamt meinen Zweifeln helfen kann, dann nur er: Ich glaube, hilf meinem Unglauben!

Gott segne euch im neuen Jahr, euer

Alexander Hirsch

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